Die Bestattungsarten
Manchmal hat der Verstorbene schon zu Lebzeiten einen Wunsch hinsichtlich der Bestattungsart geäußert bzw. eine Willenserklärung hinterlassen. Wenn dies nicht der Fall ist, so sollte von den Hinterbliebenen eine Form der Bestattung gewählt werden, die im Sinne des Verstorbenen wäre.
Die Erdbestattung
Unter einer Erdbestattung (auch: Inhumation) versteht man die Beisetzung des
Leichnams in einem Grab in der Erde. (Im Prinzip sind auch Urnenbeisetzungen
Erdbestattungen, da auch hier die Asche in der Erde beigesetzt wird, aber werden
mit diesem Begriff in der Regel nicht gemeint.) Eine religiös motivierte
Erdbestattung wird als Beerdigung bezeichnet und leitet sich aus der seit Jahrtausenden
im Judentum, Christentum und Islam gebotenen Bestattungform her.
Deutsche Bestattungsvorschriften schreiben für die Bestattung einer Leiche in der Erde die Verwendung eines Sarges vor. Die beispielsweise im Islam übliche Bestattung nur in einem Tuch ist normalerweise nicht gestattet.
Für die Erdbestattung gibt es zahlreiche weitere Vorschriften. Dies betrifft vor allem die Tiefe, in der der Sarg mindestens zu liegen hat. Weiter gibt es vorgeschriebene Mindestruhezeiten, die örtlich recht unterschiedlich sein können, je nach Bodenbeschaffenheit. Durch diese Ruhezeiten ist eine ausreichende Verwesung des Leichnams gewährleistet, bevor eine Grabstelle wiederbelegt wird. Eine unterirdische Bestattung in Grüften wird in der Regel ebenfalls nicht gestattet, da hier die Verwesung zu langsam voranschreitet.
Im Christentum ist die Erdbestattung von Beginn an die übliche Form gewesen.
Allerdings galt das nicht für weltliche und geistliche Würdenträger
und Adlige. In Zeiten, in denen diese noch in Gruften bestattet wurden, wurde
ein Sarg in der Familiengruft neben den anderen gesetzt, auch Beisetzung genannt.
Erst im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde das Abweichen von der Erdbestattung
langsam auch unter Christen gebräuchlich, allerdings in Form einer Feuerbestattung,
nachdem diese zunächst vor allem von Freidenkern propagiert worden war.
[Quelle: wikipedia.de]
Die Feuerbestattung
Unter Feuerbestattung, auch Kremation oder Einäscherung, früher Leichenverbrennung,
versteht man die Veraschung einer Leiche. In westlichen Ländern wird dieser
Vorgang im Krematorium durchgeführt. Die Beisetzung der Überreste
erfolgt gewöhnlich in einer Aschekapsel.
Es gibt zahlreiche Beisetzungsformen für die Asche Verstorbener. Trotz
einiger Diskussionen in Deutschland besteht die gesetzliche Pflicht zur Beisetzung
der Asche auf einem Friedhof (Friedhofszwang). So wird als letzte Ruhestätte
der Urne die Beisetzung in der Erde oder eine Nische in einer Urnenwand ausgewählt.
Sowohl in Deutschland, in Österreich als auch in der Schweiz ist eine Bestattung
der Asche in einer biologisch abbaubaren Urne im Wurzelbereich von Bäumen
(Naturbestattung) möglich. Diese Art der Bestattung gründet auf einer
Praxis des Schweizers Ueli Sauter. Diese Methode wird auch in Deutschland in
genehmigten Wäldern, teilweise aus markenrechtlichen Gründen mit anderer
Bezeichnung durchgeführt. Die Bestattung kann im Wurzelbereich alter Bäume
(Baumfeld), aber auch bei gleichzeitiger Anpflanzung eines neuen Baumes erfolgen.
[Quelle: wikipedia.de]
Die Seebestattung
Unter Seebestattung versteht man die Bestattung der sterblichen Überreste
eines zuvor eingeäscherten Verstorbenen auf See. Statt einer herkömmlichen
Sarg- oder Urnenbestattung auf einem Friedhof ist es seit 1934 in Deutschland
auch möglich, eine Seebestattung vorzunehmen. Dafür wird die Asche
in einer speziellen Seeurne außerhalb der sogenannten Dreimeilenzone (speziell
eingezeichnete Seegebiete in Seekarten) in der Regel über „Rauhem
Grund“ nach den seemännischen Bräuchen dem Meer übergeben.
Der Kapitän spricht dabei die Trauerrede. Mit „Rauhem Grund“
sind Gebiete gemeint, in denen nicht gefischt oder Wassersport getrieben wird.
Möglichkeiten bestehen hierfür nahezu in jedem Meer, von Deutschland
aus vorwiegend in der Nord- und Ostsee, aber auch im Atlantik oder im Mittelmeer.
Seeurnen bestehen aus entsprechenden Materialien wie Zellulose, gepresstem Sandstein oder anderen Mineralien (unter anderem niedrig gebrannte Keramikgefäße) und lösen sich innerhalb kurzer Zeit (Vorgabe des Deutschen Hydrographischen Institutes) nach der Beisetzung vollständig im Wasser auf.
Die genauen Koordinaten der Position der Seebestattung werden in das Schiffslogbuch
eingetragen. Auf Wunsch erhalten die Angehörigen eine Urkunde mit diesen
Koordinaten und einen Auszug aus dem Logbuch des Beisetzungsschiffes.
[Quelle: wikipedia.de]
